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Hüte tragen - Palefroi

Im vergangenen Jahr erschien das Buch "Construire un lac, faire disparaître des cailloux, porter un chapeau" (zu deutsch "Einen See anlegen, Kieselsteine verschwinden lassen, einen Hut tragen") von Damien Tran, einem Mitglied des Duos Palefroi. Darin wird das Leben einer kleinen, skurrilen Gemeinschaft im Wald in einer Reihe kurzer, fast enzyklopädisch wirkender Artikel beschrieben. Man erhält Einblicke in ihre Lebensumgebung, ihre Bräuche und Traditionen sowie in ihre eigensinnigen gestalterischen Ideen, die in teils langwierigen Projekten realisiert werden.
Die Ausstellung „Hüte tragen“ setzt dieses Buch bildnerisch fort. Die Gemeinschaft bietet mit ihrem vielfältigen Repertoire an Aktivitäten genügend Material, um ein visuelles Potpourri aus Pflanzen, Hüten und Vögeln zu gestalten.
Es wurden Holzstücke geschnitzt, Steine gesammelt, Ton geformt, Stoffstücke zusammengenäht und mit Ölfarben gemalt. Zusätzlich hat das Duo in den vergangenen sechs Wochen im Rahmen der ersten Supalife-Siebdruckresidenz originale Ölmalereien in farbenfrohe Siebdruck-Editionen in der Siebdruckwerkstatt „MehrSiebdruck“ übersetzt. Diese Siebdrucke sind zusammen mit den erweiterten Objekten die Grundlage der Ausstellung.
Taucht also ein in die Welt dieser enthusiastischen, kreativen und leicht schrägen Waldgemeinschaft, deren visuelle Darstellung von Palefroi in derselben spielerischen und unbefangenen Weise untersucht wurde. Wir freuen uns auf Euch!
 
Palefroi
Damien Tran und Marion Jdanoff arbeiten seit nahezu fünfzehn Jahren unter dem Namen "Palefroi" zusammen. Ihre künstlerische Praxis umfasst Zeichnung, Druckgrafik, Malerei und Animationsfilm. Sie haben viele Zines und Bücher im Selbstverlag herausgebracht, die vor allem durch Siebdruck oder Risografie produziert wurden, und haben sich dadurch ein umfangreiches Tätigkeitsfeld erschlossen. Diese langjährige Arbeit hat zahlreiche Ausstellungen in Europa und Asien hervorgebracht, ebenso wie die Veröffentlichung ihrer Filme und Publikationen auf einer Vielzahl internationaler Festivals.
Sowohl Tran als auch Jdanoff sind Autodidakten. Diesen Aspekt ihrer Arbeit, haben sie stets in den Vordergrund gestellt, anstatt ihn herunterzuspielen. Vielleicht erklärt dies, warum bei ihren Projekten immer der Eindruck von Spontaneität und formellem Experimentieren vorhanden ist.
 
Vernissage
Samstag, 22. August, ab 18 Uhr
Ausstellung bis 26. September